Der perfekte Web Designer muss ein wahres Multitalent sein. Denn beim Webdesign kommen ganz verschiedene Fachbereiche zusammen. Zum einen muss der Web Designer über viel Kreativität verfügen und genau wissen, wie er eine Seite optisch ansprechend umsetzen kann. Zum anderen muss er auch die Technik einwandfrei beherrschen. Denn um das Design umzusetzen, sind technische Kenntnisse erforderlich.
Die grafische Gestaltung der Seite: Der erste Eindruck ist entscheidend
Ganz wichtig für erfolgreiches Webdesign ist eine ansprechende Gestaltung. Dabei können ganz verschiedene Stilmittel angewendet werden. Eine Seite, die in erster Linie Informationen übermitteln soll, wird zum Beispiel meist einfacher gestaltet als eine Seite zu Werbezwecken.
Der Designer muss über das künstlerische Talent und die notwendige Kreativität verfügen, um ein ansprechendes Design zu entwerfen. Ganz wichtig ist dabei auch, dass er das Design nicht nur nach künstlerischen Gesichtspunkten wählt, sondern stets den Zweck der Seite und die zugehörige Zielgruppe vor Augen hat, um so ein entsprechendes Design zu entwerfen.
Die Benutzerfreundlichkeit: Ein wichtiger Bestandteil des Webdesigns
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Benutzerfreundlichkeit, die nach dem englischen Fachausdruck oft auch Usability genannt wird. Dieser Punkt ist sehr wichtig, um zu erreichen, dass die Besucher einer Seite auch wiederkehren. Denn eine Seite, die schwierig zu bedienen ist, ist nervenaufreibend und wird wohl meistens nicht wieder besucht werden. Doch was sind die wichtigsten Elemente der Benutzerfreundlichkeit. Beginnen wir mit einem Negativbeispiel: Wer hat nicht schon einmal eine Seite geöffnet, auf der ein 30-sekündiges Intro erschien, dass man nicht überspringen konnte. Beim ersten Mal ist das vielleicht noch interessant, jedoch spätestens beim dritten Mal kennt man den Inhalt bereits auswendig und ist nur noch genervt. Benutzerfreundlichkeit bedeutet, dass man den Benutzer vor Augen hat und ihm hier zum Beispiel eine Möglichkeit bietet, das Intro zu überspringen. Außerdem sollte dem Benutzer eine einfache und selbsterklärende Navigation geboten werden, sodass er sich leicht auf der Seite zurechtfindet.
Die technische Ausarbeitung: Die Funktionalität ist entscheidend
Wenn die grafische Gestaltung und die Strukturierung der Seite abgeschlossen ist, muss das Ganze auch noch technisch umgesetzt werden. Bei einfachen statischen Seiten ist das recht einfach, da nur die einfache Auszeichnungssprache HTML verwendet wird und es außerdem dafür viele Editoren gibt, die selbst diese Arbeit übernehmen. Doch fast alle modernen Websites gehen weit über solche einfachen Seiten hinaus. Dynamische Inhalte werden generiert, Datenbanken verwendet und Animationen eingefügt. Für all diese Tätigkeiten sind weitreichendere Programmierkenntnisse erforderlich. Hier ist es sehr wichtig, dass die Programme fehlerfrei funktionieren und gut getestet sind. Denn wenn hier ein Fehler auftritt, kann das schwerwiegende Folgen haben. Wenn zum Beispiel ein Webshop aufgrund eines Programmfehlers die Preise falsch berechnet, kann dies große Verluste verursachen.
Der perfekte Web Designer: Multitalent oder ein guter Organisator?
Wie man sieht, muss der Designer eines Webangebots über ganz viele verschiedene Kenntnisse verfügen. Daher werden die Aufgaben immer häufiger getrennt. Ein Grafikdesigner übernimmt die optische Ausgestaltung der Site und bringt hier künstlerische Ideen ein. Ein Informatiker übernimmt hingegen die Programmierung komplizierter Programme. Die Aufgabe des Designers liegt dann in erster Linie darin, allen Beteiligten zu vermitteln, was sie zu tun haben und deren Arbeiten zu organisieren und zu koordinieren. Daher ist der verantwortliche Designer für einen Webauftritt immer mehr ein guter Organisator.